Die Magie der Rauhnächte
Triff einige Vorbereitungen, beginne schon Anfang Dezember damit. Dann kannst du
die Energie der Rauhnächte entspannt genießen.
Welche Vorbereitungen sind das:
Aufräumen: Schaue deine Kästen, Laden und Wohnräume durch und entrümple alles, was du nicht mehr brauchst. Wiederhole das dann in den Rauhnächten auch wieder.
Aber für`s erste entferne mal alles, was dir gleich auf den ersten Blick auffällt, dass du es nicht mehr brauchst. Das können alte Zeitungen, Ziergegenstände, Kleidungsstücke, altes Küchengeschirr usw. sein.
Wenn dir ein Bild an der Wand nicht mehr gefällt, nimm es ab oder ersetze es durch ein Neues, solche Kleinigkeiten schon eine andere Energie in den Raum bringen.
Sauber machen: Reinige alles worin du dich aufhältst, auch das Auto und den Arbeitsplatz.
Nachdem diese Reinigung mit abgeschlossen ist, putze auf der energetischen Ebene mit dem Rauch. Eine Reiniungsräucherung ist nichts anderes als „putzen“.
Im Laufe der Zeit sammelt sich viel energetischer Müll in den Räumen an. Jeder Mensch der sich darin aufhält, hinterlässt seine energetische Signatur. Alle Emotionen bleiben „hängen“ und
da sammelt sich mit der Zeit schon einiges an.
Bestimmt wirst du schon mal bemerkt haben, dass sich die Raumenergie anders anfüllt wenn Besuch da war.
Die meisten Menschen lüften dann. Das bringt zwar wieder Frische und Klarheit in den Raum.
Die Energien bleiben aber da.
Besonders in alten Häusern gibt es da viel zu tun. Alles was jemals vorgefallen ist, kann uns auch jetzt
noch belasten, ohne dass wir eigentlich darüber Bescheid wissen.
Aber auch bei neuen Häusern und Wohnungen empfehle ich, vor oder beim Einzug zu räuchern.
Wissen wir, welche Energien die Arbeiter dagelassen haben? Mit welchen Emotionen, Sorgen und
Gedanken haben sie in unseren Wohnräumen gearbeitet? Möchten wir uns mit all diesen Energien
fremder Menschen herumschlagen müssen? Eher nicht.
Deshalb räuchern:
Die Reinigungsräucherung ist die einzige Maßnahme, aufgestaute schlechte Energie aus den Räumen zu bekommen. Der Rauch putzt überall, in allen Ecken und mit den entsprechenden Räucherkräutern sehr kraftvoll und gründlich.
Die 9-Kräuter-Reinigungsmischung besteht aus:
Fichtenharz
Angelikawurzel
Rosmarin
Myrtenblatt
Eisenkraut
Wacholderholz
Lavendel
Salbei
Beifuß
dazu gibt man noch Weihrauch
Von diesen Kräutern hat jedes seine Aufgabe und gemeinsam sind sie sehr stark!
Erklärung Räuchertopf/pfanne, Räuchersand, Kohle und Anzünden
Mit der Räucherpfanne bzw. dem Räuchertopf geht man durch`s Haus und eventuell auch durch
den Garten und die Nebengebäude.
Manche Menschen mögen dabei Rituale anwenden wie z.B. gegen den Uhrzeigersinn durch die Räume
zu gehen und in den Ecken besonders gut und lange den Rauch zu belassen.
Ich mache das auch so, aber genau genommen arbeitet der Rauch sowieso, auch wenn man sich nur ins
Zimmer stellt und die Räucherpfanne hält. Er verteilt sich ganz von alleine und kommt garantiert in jedes
Eckerl, auch wenn man nicht herumspaziert.
Ich gehe bei meinen Räucherungen immer herum und der Rauch kann sich an manchen Stellen verändern.
Z.B. wird er manchmal dunkler bis schwarz und er kann sehr intensiv riechen, um nicht zu sagen stinken.
Ich spüre dabei richtig stark, dass sich dichte Energien auflösen. Einer der Hausbesitzer ist bei der Reinigungsräucherung immer bei mir und jeder kann es fühlen, dass sich hier so richtig was tut.
Wenn man ins nächste Zimmer geht, bleiben die Türen dann geschlossen, dass der Rauch zirka
20 Minuten so richtig arbeiten und putzen kann.
Danach öffnet man alle Türen und Fenster, sodass es richtig durchziehen kann und alles abtransportiert wird.
Man merkt so richtig die abgestandene, gelöste Energie und hat sowieso das Bedürfnis,
jetzt alles rauslassen zu müssen.
Nach dem Lüften tut ein Raumspray oder eine gute Mischung aus ätherischen Ölen in der Duftlampe
besonders gut – und man merkt auf jeden Fall den Unterschied zu vorher.
In manchen Fällen ist es notwendig, nach ein bis zwei Wochen nochmal eine gründliche
Hausräucherung durchzuführen.
Was sollen wir nun noch vor den Rauhnächten erledigen?
Alles begleichen:
Bezahle offene Rechnungen vor Beginn der Rauhnächte, man nimmt damit keine finanziellen Verpflichtungen mit ins neue Jahr.
Versuche Schulden aller Art zu begleichen, damit ist natürlich nicht der Hauskredit gemeint, aber wenn du dir was ausgeborgt hast gib es zurück.
Dazu gehören auch Gegenstände, wie z.B. die Heckenschere vom Nachbarn oder das Buch der Freundin.
Löse deine Versprechungen ein:
Du hast lieben Menschen schon lange einen Besuch versprochen? Dann lade sie ein oder besuche sie.
Kläre unausgesprochene strittige Themen so gut es möglich ist: Gelingt das nicht gleich, dann haben wir noch einige Tage in den Rauhnächten, in denen wir uns damit beschäftigen.
Loslassen:
Überlege, was du nicht ins neue Jahr mitnehmen möchtest und schreibe es auf:
Ordne es in Bereiche ein, so geht`s leichter.
Partner, Familie, Freunde, Freizeit
Beruf, Karriere, Erfolg
Gesundheit, Leistung, Wohlstand
Wirtschaftliche Situation, Geld, Besitz
Zeit für sich – und warum es zu wenig ist.
Und noch ein kleiner Tipp:
Schneide keine Haare und Nägel in den Rauhnächten. So beugst du Nagelentzündungen und Kopfschmerzen vor.
Ein Rauhnachtstagebuchgehört auf jeden Fall dazu. Zum einen lassen sich Gedanken und Gefühle beim Aufschreiben besser ordnen, manche bereinigen sich dadurch auch gleich – zum anderen kann man später nachblättern und auf Erkenntnisse aus den Rauhnächten zurückgreifen.
Beginn der Rauhnächte
Ist am 25.12. um 0 Uhr, also in der Nacht vom Heiligen Abend zum Christtag.
Jede Rauhnacht dauert von 0 bis 24 Uhr.
Verschiedene Themen wiederholen sich immer wieder in den Rauhnächten. Das ist so, weil sie
sehr genau von uns angeschaut werden wollen oder sollen und man wahrscheinlich bei einmal
Hinschauen einiges übersehen kann.
Gestaltung des Rauhnachtstisches:
Mache dir Platz für deinen persönlichen Rauhnachtstisch. Darauf kann sich folgendes befinden:
Kerze
Räucherschale und Räucherkräuter
Edelsteine z.B. Bergkristall, Rosenquarz, ….
Karten – du kannst für jeden Tag eine Karte ziehen
Gegenstände, die du z.B. von einem Spaziergang mitgebracht hast
Gegenstände, die du an diesem Tag besonders wichtig findet
Lass dich einfach von deinem Gefühl leiten
Räucherkräuter für die Rauhnächte sind alle Lichtbringer-Pflanzen.
Das sind meist Pflanzen, die um die Sommersonnenwende geerntet werden.
Dazu gehören:
Johanniskraut Ringelblumen
Holunderblüten Schlüsselblumen
Lindenblüten Fichten- Tannen- und Lärchennadeln
Rose bzw. Harz
Lavendel Weihrauch
Mädesüß
Anhand der 1. Rauhnacht zeige ich euch wie es gemacht werden kann.
Dabei kann natürlich jeder seinen eigenen Ablauf haben, das ist nur ein Beispiel.
An die jeweiligen Themen des Tages soll man sich aber schon halten, weil die Tagesenergien
dafür besonders kraftvoll ist.
1. Rauhnacht – steht für den Monat Jänner:
Themen:
Altes loslassen:
Dafür ist diese Rauhnacht perfekt geeignet. Nimm deine Vorbereitungen über das Loslassen zur Hand,
zünde die Kerze an und lege die Räucherkräuter auf. Bedanke dich bei dem Menschen oder der Situation
und lass alles los, was dir nicht mehr dienlich ist in Liebe und Dankbarkeit.
Überlege: Was war das Besondere im alten Jahr?
Welche Ereignisse haben mich dankbar gemacht?
Wertvolle Erlebnisse werden in unserer Zeit schnell vergessen. Mache sie dir nochmal bewusst, stelle dir die Situation nochmal ganz genau vor.
Bedanke dich, so werden diese Erfahrungen nochmal gebührend gewürdigt.
Überlege: Was nehme ich mit ins neue Jahr?
Hat man sich im Laufe des Jahres neues angeeignet und es fühlt sich richtig gut an, dann nehmen wir es auf jeden Fall mit ins neue Jahr.
Persönliche Weiterentwicklungen und seelisches Wohlbefinden geben uns Halt und Sicherheit.
Anhand des Rauhnacht-Tagesbuches kannst du nun jeden Tag die entsprechenden Themen bearbeiten.
Die Hauptthemen sind:
Abschließen und loslassen
Versöhnen und verzeihen
Dankbar sein
Besondere Erlebnisse im alten Jahr
Veränderungen zulassen
Neue Pläne und Visionen ins Leben rufen
Manifestieren für`s neue Jahr
Führe auch ein Traumtagebuch:
Lege dir Zettel und Stift auf`sNachtkastl und schreibe gleich nach dem Wachwerden deine Träume auf, weil sie sind meist nach kurzer Zeit wieder vergessen.
Die Träume in den Rauhnächten können uns wichtige Hinweise geben.
Diese Hinweise werden nicht gleich sichtbar sein, aber wenn du dir das Traumtagebuch im Laufe des neuen Jahres immer wieder anschaust, wirst du daraus bestimmt Dinge erkennen können.
Wenn möglich meditiere jeden Tag in den Rauhnächten. Das kann ganz einfach sein, indem du einige
Minuten ganz in die Stille gehst und nur bei dir selbst bist.
Manche Menschen empfinden einen Spaziergang in der schönen Natur als die beste Meditation, besonders
gut eignet sich hierfür der Wald.
Daheim setze dich jeden zu deinem schön gedeckten Rauhnachtstisch, zünde die Kerze an, lege die
Räuchermischung auf und ziehe eine Karte.
Versuche einige Zeit in Ruhe und Entspannung zu bleiben.
Bei den Rauhnachtsräucherungen können sich auch alle Familienmitglieder um den Tisch versammeln.
Schöne Gespräche und eine ruhige Atmosphäre sind gerade jetzt möglich – die Zeitqualität ist offen dafür –
wie sonst kaum das ganze Jahr über.
Deine Haustiere mögen meist diese Zeremonie auch sehr gerne und werden auch dazukommen.
Sie lieben den Duft von Rächerwerk.
Nutze die Loslass-Tage um nochmals (oder erstmalig) eine Reinigungsräucherung für das Haus durchzuführen.
Nimm dir ausreichend Zeit dafür, es wird alles in allem schon zwei Stunden dauern.